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Die Leinenmanufaktur

Die Leinenmanufaktur ist ein altes Gewerbe. Seit dem Mittelalter werden auf traditionellem Wege aus Flachs Leinenstoffe zu verschiedenen Zwecken hergestellt: Bezugs- oder Dekorationsstoffe aus Leinen, zur Herstellung von Kleidern und Leinwänden und vor allem für Bettwäsche. Auch Bucheinbände können aus Leinen hergestellt werden. Seit der Entwicklung von industriellen Produktionsweisen im 19. Jahrhundert wurde die Leinenmanufaktur zugunsten von Baumwollprodukten immer weiter zurückgedrängt. Doch auch in der heutigen Zeit, in der unsere Wirtschaft von Massenproduktion und damit einhergehend Preisdumping geprägt ist, wird der Verwendung von Leinenstoff wieder ein neuer Stellenwert zuteil: die hohe Qualität und die sorgfältige Herstellungsweise von Leinen wird hoch geschätzt. Um die hohe Qualität der Leinenstoffe zu garantieren wird dieser auch heute noch auf traditionellem Wege in sorgfältiger Handarbeit durch Weben und Spinnen neben der maschinellen Produktion hergestellt. In der Qualitätsabstufung unterscheidet man Halbleinen, welcher teils aus Baumwolle besteht, und Reinleinen.
Ein großer Vorteil in der Produktion von Leinenstoffen ist der geringe Chemikalieneinsatz: im Unterschied zum Baumwollanbau kann beim Flachs größtenteils auf Dünger und Pestizide verzichtet werden. Die Qualität des Flachsanbaus ist kontrolliert biologisch. Somit ist auch der edle Leinenstoff biologisch und enthält keine schädlichen, chemischen Stoffe.